Chance Metall

Laufzeit: Dezember 2012 - Dezember 2014

Projektansatz

Gruppenfoto der Mitarbeiter mit einem restaurierten Traktor

Für Schüler/innen der Abgangsklassen bestehen gute Einstiegschancen, wenn sie mit einer guten Allgemeinbildung, einer hohen Motivation und angemessenem Sozialverhalten in die Berufsorientierung bzw. Berufswahl starten. Schüler, deren Ausbildungsreife zweifelhaft oder noch nicht besteht, häufig Teilnehmer in Übergangsmaßnahmen, haben es um ein Vielfaches schwerer einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Viele befinden sich in einem Übergangssystem, einige kommen dort gar nicht an bzw. fallen wieder heraus.

Mit dem Projekt Chance soll das breite Angebot von Qualifizierungs-/Ausbildungsmöglichkeiten der Unternehmen GWW Sindelfingen, 1a Zugang Beratungsgesellschaft und Femos für junge Menschen mit erhöhten Vermittlungshemmnissen geöffnet werden. Eine ressourcenorientierte bedarfsgerechte Qualifizierung bei „Echtarbeit“ kann hierdurch ermöglicht werden – eine Chance für den beruflichen Einstieg.

Das Teilhabeprojekt Chance ist beendet. Weitere Informationen finden Sie unter dem Ergebnis.

Fortschritt

Das Projekt Chance läuft auf Hochtouren

Die derzeit elf Teilnehmer sind am Wiederaufbau des Porsche Schlepper und des Mercedes L307 beschäftigt.
Während den zwei Projekttagen pro Woche arbeiten die Projektteilnehmer engagiert: sie schleifen, flexen, bohren, schrauben, grundieren und lackieren… . Sie haben einfach viel Spaß an ihrer Arbeit. Von zwei Fachkräften und von unseren Ehrenamtlichen werden sie in metallische Grundfertigkeiten geschult und die auftretenden technischen Problemstellungen werden erörtert.

zwei Projektteilnehmer reparieren das Fahrgestell

Das neue Sandstrahlgerät

Durch eine großzügige Spende der Firma Würth konnte ein Sandstrahlgerät für das Projekt angeschafft werden. Es führt einerseits zu einer wesentlichen Erleichterung in der Arbeit und andererseits ermöglicht es den Teilnehmern den Umgang mit der Maschine zu erlernen. Dabei müssen auch die arbeitssicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt werden. Die Teilnehmer sind auf ihre Maschine sehr stolz. Sie arbeiten beim Sandstrahlen engagiert mit höchster Konzentration. Die fertig geschliffenen Teile leuchten einem blitzblank entgegen.

Ein Projektteilnehmer vor dem neuen Sandstrahlgerät

Kurz vor der Hochzeit – Das Verbinden des Getriebes mit dem Motor

Die Spannung steigt: Wird der generalüberholte Motor anspringen?

Der zum Teil zusammengebaute Schlepper steht in der Werkstatt

Kurz vor der ersten Probefahrt

Der Porsche Diesel Schlepper ist fast wieder zusammengebaut. Frisch rot lackiert leuchtet der Porsche Schlepper in der Werkhalle. Die Projektgruppe ist in der Ursachenforschung nach einem Öl-Leck gefordert. Die Ursache ist bald gefunden: Die Stößelrohre lassen zuviel Öl in die Zylinder kommen. Nun wird das Problem behoben, damit der Fertigstellung nichts mehr im Wege steht. Die Projektteilnehmer brennen auf die erste Probefahrt.

Teilnehmer suchen Motor nach undichter Stelle ab

Übergabe des restaurierten Porsche Diesel vor dem Porsche Museum

Rot leuchtend steht der frisch restaurierte Porsche Diesel Schlepper aus dem Jahr 1958 auf dem großen Platz vor dem Haupteingang des Porsche Museums in Zuffenhausen. Eine Gruppe von 30 Personen ist angereist, um den Oldtimer seinem Besitzer Dr. Dr. Christian Porsche zu übergeben. Der Ur-Enkel des Firmengründers hatte vor etwas mehr als einem Jahr das Fahrzeug der Stiftung ZENIT, Zentrum für Eingliederung, Nachteilsausgleich, Integration und Teilhabe aus Gärtringen für ein Projekt zur Verfügung gestellt.

Vollständigen Bericht anzeigen (PDF, 107 KB)

Projektteilnehmer und Dr. Dr. Christian Porsche stehen mit dem restaurierten Porsche Schlepper vor dem Porsche Museum
Projektteilnehmer mit Dr. Dr. Christian Porsche bei der Übergabe

Grundfertigkeiten lernen am AP 22

Seit diesem Jahr arbeitet das Projekt Chance eng mit dem neuen Bereich der Fahrzeugrestauration des GWW-Werks Sindelfingen zusammen. Der nächste Porsche-Schlepper des Typ AP 22 wird restauriert. Weitere Restaurationen sind in Planung.

Die neuen Teilnehmer des Projektes lernen metallische Grundfertigkeiten und zeigen soziale Kompetenzen. Die Begutachtung und Zerlegung des Schleppers waren wiederum die anfänglichen Arbeiten in den ersten Wochen der Restauration. Sämtliche Bauteile und Baugruppen wurden gründlich auf Zustand und Funktion geprüft, arbeitssicherheitsrelevante Prozesse wurden unter die Lupe genommen. In den darauffolgenden Wochen wurden Ersatzteile beschafft, Fahrzeugteile und Baugruppen zerlegt, repariert und neu abgedichtet. Sämtliche Fahrzeugteile wurden vom alten Lack befreit und sorgfältig entrostet, sandgestrahlt und abschließend grundiert.

Der Aufbau einer anerkannten Teilqualifizierung/IHK befindet sich in der Entwicklung. Erfreulich ist  die Gewinnung weiterer bürgerschaftlich engagierte Personen zur Unterstützung des Projektes.

Metallteile liegen im Sandstrahlgerät

Ziel des Projekts

Den Projektteilnehmer werden Schritt für Schritt in speziell ausgewählten Tätigkeitsfeldern der GWW, der Femos und der 1a Zugang Grundfertigkeiten des jeweiligen Berufsfeldes vermittelt. Die Teilnehmer werden bei Arbeit qualifiziert und bezüglich der Entwicklung einer Ausbildungsreife unterstützt, so dass sie im Anschluss an das Projekt auf einen Ausbildungsplatz oder in eine berufsbildende Maßnahme vermittelt werden können. Den Teilnehmern bietet das Projekt von der Möglichkeit einer beruflichen Orientierung über die Möglichkeit des Aneignens von berufsausbildungsspezifischen Qualifizierungsinhalten bis zum Absolvieren einer Ausbildung. Das flexible System kann auf individuelle Bedarfslagen reagieren und sich entsprechend anpassen.

Über Kooperationen mit Unternehmen und Handwerksbetrieben werden erforderliche Praktikums- und Ausbildungsplätze akquiriert.

Umsetzung

Berufsfeld Metall

In der ersten Phase des Projektes stand der Qualifizierungsschwerpunkt im Metallbereich im Mittelpunkt. Durch strukturelle Änderungen innerhalb der Stiftung wurden die Projektinhalte zum Juni 2013 angepasst. Der Schwerpunkt-Bereich der Qualifizierung liegt im neu aufgebauten Geschäftsfeld Restaurierung von Nutzfahrzeugen der GWW.
Projektteilnehmer werden durch die Mitarbeit an der Restaurierung von Porsche Schleppern und die Vermittlung von Grundfertigkeiten im Metallbereich qualifiziert. Die ressourcenorientierte bedarfsgerechte Anleitung erfolgt durch qualifizierte Fachkräfte der GWW mit Unterstützung bürgerschaftlich engagierten Personen.

Qualifizierungsschwerpunkt im Metallbereich im Mittelpunkt

Berufsfeld Lagerlogistik

Entsprechend zur Phase 1 sollen mit diesem Projekt die Arbeitsfelder der GWW im Hinblick auf Lagerlogistik für externe Projektteilnhmer geöffnet und Qualifizierungsmöglichkeiten geschaffen und angeboten werden. Die Erstellung und Anwendung eines landesweiten Leitfadens zur "Qualifizierung von Menschen mit Behinderung - Qualifizierungsbausteine und Teilqualifizierung am Beispiel Lagerlogistik" soll die Möglichkeit eröffnen, für die Zielgruppe andere, bislang nicht offenstehende Berufsfelder der beruflichen Bildung zu erschließen.

Weitere Informationen erhalten Sie über unsere Infobroschüre Chancen durch Vielfalt (PDF, 843 KB)

Das Projekt Chance durch Vielfalt wird unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus den Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Ergebnis

Das Teilhabeprojekt „Chance“ wurde am 31.12.2014 erfolgreich beendet.

Während der Nachhaltigkeitsphase wurde das Teilhabeprojekt auf Grund seiner guten und positiven Ergebnisse in der GWW Sindelfingen in einen neuen Arbeitsbereich „Fahrzeugrestauration“, angegliedert an den Arbeitsbereich Metall, überführt. Im Bereich der Metallqualifikation ist der Bildungsrahmenplan für das Berufsbild „Fachkraft für Metalltechnik“ ausgearbeitet und in Anwendung.

Die IHK Stuttgart hat den ausgearbeiteten 1. Qualifizierungsbaustein bereits anerkannt. In Schulungen, Übungswerkstücken und Projektarbeiten werden theoretische und praktische Qualifizierungsinhalte vermittelt. Im Arbeitsbereich Restauration und Mechanik finden berufliche Praxen/Praktika, bei Eignung und Neigung auch GWW-extern, statt.

Die Auftragslage ist gut. Neben Komplettrestaurationen werden auch einzelne Reparaturaufträge durchgeführt. Auch der GWW eigene Porsche Diesel, Typ AP 22, ist komplett restauriert.

Interessierte Personen mit Vermittlungshemmnissen können jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen.

Restaurationsaufträge

Zwei Porsche-Traktoren. Einer davon ist bereits restauriert.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen neue Fahrzeugrestaurationen vor, die in der nachhaltigen Übernahme des Projektinhalts in der Restaurationswerkstatt der GWW in Sindelfingen umgesetzt werden.

Rechts sehen Sie ein Beispiel, wie die alten Porsche Schlepper vor der Renovierung und wie ein frisch durch die GWW-Mitarbeiter renovierter Porsche Schlepper (hier AP 22) aussieht.

 

 

Porsche Diesel Restaurierung 08/2016

Mehrere Mitarbeiter schieben einen alten Porsche-Schlepper aus der Garage

Neuer alter Porsche Diesel Schlepper im Werk Sindelfingen eingetroffen – Restauriertes Fahrzeug geht anschließend ans Porsche Museum

Die Mitarbeiter und Fachkräfte des Restaurations-Bereichs des GWW-Werk Sindelfingen konnten in Zuffenhausen ihren nächsten alten Porsche Diesel abholen. Nach der fachmännischen Restaurierung soll das Fahrzeug als Ausstellungsstück in unterschiedlichen Ausstellungen im Porsche Museum zum Einsatz kommen. Aufgrund der Erfahrung bei der Restaurierung der bisherigen Schlepper sind wir zuversichtlich, dass das Museum ein Top-Ausstellungsobjekt aus den Händen der GWW-Werkstatt erhalten wird.

Ihre Ansprechpartner

Birgit Riedel

Projektmanagerin
b.riedel@stiftung-zenit.org

Telefon: 07034 / 27041-165

Saban Ekiz

Projektmanager
s.ekiz@stiftung-zenit.org

Telefon: 07034 / 27041-141