Zukunftsforum Zenit am 27.02.2019

Digitalisierung - Chancen und Risiken, Digitalisierung mehr Segen oder Fluch?

Die Aula der Gottlieb-Daimler-Schule 2 (GDS2), einem Technischen Schulzentrum in Sindelfingen, war Veranstaltungsort unseres Zukunftsforums Zenit am 27.2.2019 (vgl. News vom 4.12.2018). Die Räumlichkeit bot einen schönen Rahmen für die Vorträge und Präsentationen zum Thema „Digitalisierung-Chancen und Risiken“.

An diesem Nachmittag waren Experten und Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik eingeladen, um mithilfe von Fachinformation Antworten auf Fragen zur Digitalisierung zu finden sowie Linien für eine digitale Zukunft zu erkennen. Im Fokus stand dabei die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs über die digitale Zukunft. Wohin führt diese Entwicklung? Wie verändert sich unsere Arbeits- und Lebenswelt? Wir gelingt die digitale Transformation? Bin ich Digitalisierungsgewinner oder Verlierer? Dient die Digitalisierung den Menschen?

Grußwort Hans-Joachim Fuchtel

Nach der Begrüßung von Andrea Stratmann, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Zenit und dem Grußwort von Hans-Joachim Fuchtel (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, begann der fachliche Teil eines spannenden Nachmittags. Zu Beginn wurde ein kurzer Film zum digitalen Projekt der GWW mit dem Titel „Kontextbewusste Lernumgebung“(Kobelu) gezeigt. In diesem bereitet eine Frau mit Behinderung mit digitaler Unterstützung eine einfache Mahlzeit zu. Dieses Beispiel zeigt Chancen für Menschen mit Nachteilen, durch Digitalisierung mehr Selbstständigkeit zu erlangen. Der dazugehörige Demonstrationstisch des Projekts zur „Kontextbewussten Lernumgebung“ (Kobelu) inklusive der im Video gezeigten Kochplatte mit Assistenzsystem war im Innenraum der Aula aufgebaut. Hier konnten interessierte Gäste im Laufe des Nachmittags mit digitaler Assistenz einen kleinen Papierroboter zusammenbauen.

Nach dem Film folgte der Fachvortrag von Prof. Dr. Dietmar Wolff. In seinem Vortrag „Digitalisierung – Segen oder Fluch“ ging Prof. Dr. Wolff auch auf das Projekt „Kontextbewusste Lernumgebung“ ein und stellte so einen guten Bezug zum zuvor gezeigten Video und dem Kobelu-Demonstrator her. Während des Vortrages konnten die Gäste mittels eines digitalen Beteiligungsformats über ihr Smartphone Prof. Dr. Wolff Fragen stellen. Die Fragen wurden anschließend anonym an die Leinwand projiziert und ausgewählte Fragen durch Prof. Dr. Wolff beantwortet. Nach umfassendem Input durch den Fachvortrag folgte die Diskussion unter den Teilnehmern

  • Wie schaffen wir es, alle von den Entwicklungen profitieren zu lassen?
  • Welche Vorteile erfahre ich durch Digitalisierung?
  • Welche Nachteile erfahre ich durch Digitalisierung?
  • Was geben Sie uns mit auf den Weg im Umgang mit Menschen mit Nachteilen im Zusammenhang der Digitalisierung?
Diskussion der Teilnehmer

Die Ergebnisse der Diskussionen wurde von den Moderatoren in einem Statement dem Plenum vorgestellt. Zusammen mit dem Fachvortrag von Prof. Dr. Wolff kann so die Frage des Nachmittags „Digitalisierung – Chancen und Risiken, Digitalisierung mehr Segen oder Fluch?“ differenzierter, aber nicht abschließend beantwortet werden.

An diesem Nachmittag konnte ein erster Schritt und die Sensibilisierung für dieses Thema erreicht werden. So kam der Impuls Schnittstellenmonopole politisch zu regulieren und Missbrauch durch den Gesetzgeber einzudämmen. Alle Menschen sollen durch Förderung und Bildung und durch Wissenstransfer von der Digitalisierung profitieren können. Digitalisierung kann Arbeit ermöglichen und den Alltag erleichtern. Informationen können parallel und zeitgleich aufgegriffen werden. Eine Zusammenarbeit kann Hierarchie übergreifend erfolgen. Zugänge zu Wissen werden bequemer und barrierearm. Darin sehen Teilnehmer auch Chancen für die Demokratie.

Abschließend konnten bei leckeren Häppchen und interessanten Gesprächen neue Netzwerke geknüpft und bestehende aufgefrischt werden.

Begleitet wurde der Nachmittag durch eine Life-Visualisierung von Frau Frühbeis, welche den Kurzfilm, den Fachvortrag und die Diskussionsrunden in einem Kunstwerk verbildlichte.

Für musikalische Abwechslung sorgte die Schulband der GDS2.

Das neue Format „Zukunftsforum Zenit“ hatte seine Geburtsstunde und war ein voller Erfolg. Es werden weitere Veranstaltungen dieser Art folgen.